Brandschutzerziehung
und Aufklärung
Längst vergessen scheinen die Zeiten der
großen Stadtbrände im Mittelalter, wobei viele Menschen durch die Feuersbrünste ihr Hab
und Gut oder sogar ihr Gesundheit und das Leben verloren. In der heutigen Zeit sind solche
Ereignisse kaum mehr vorstellbar und dennoch meldet die Statistik Jahr für Jahr
zahlreiche Brandtote.
Dabei stirbt die Hälfte der Opfer nicht
durch das Feuer selbst, sondern durch die Wirkung des Brandrauches. Die erschreckenden
Zahlen belegen, dass das Thema "Brandschutz" in der Bevölkerung nur einen
ungenügenden Stellenwert hat. Es fällt auf,
dass insbesondere die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die Kinder, die Opfer von
Bränden sind. Sie zählen zu den Bevölkerungsgruppen die menschlichem Fehlverhalten und
technischen Defekten im Brandfall hilflos gegenüberstehen und daher unsere besondere
Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen. Wie wichtig die Aufklärung über
Gefahren beim Umgang mit Feuer ist, beweisen die Zahlen der hierbei
verletzten Kinder. Allein durch Grillunfälle wurden auch in diesem Jahr
wieder mehrere hundert Kinder so schwer verletzt, dass sie in einer
Spezialklinik behandelt werden mussten. Das menschliche Leid der
betroffenen Kinder und Eltern ist unermesslich. Aber auch die wirtschaftlichen Aspekte
spielen eine nicht unbedeutende Rolle. Die Behandlungskosten eines
einzigen schwerverbrannten Kindes beziffern Fachleute auf etwa DM
400.000. Angesichts dieser Zahlen erscheint eine professionelle
Brandschutzerziehung eigentlich selbstverständlich. Doch Brandschutzbewusstsein ist erlernbar und kann besonders für Kinder den Unterschied
zwischen Leben und Tod bedeuten! Die
Gemeinden und Städte in NRW sind deshalb gesetzlich Verpflichtet in
Kindergärten, Schulen und insbesondere über die Eltern Brandschutzerziehung zu
betreiben. In
Nideggen hat diese Aufgabe die Feuerwehr übernommen, was auch nahe
liegt.
Brandschutzerziehung
im Kindergarten Maria Goretti
Brandschutzerziehung:
Informationen für die Eltern !
Dass Kinder ungleich mehr Brände verursachen als
Erwachsene, hat seinen Grund in der fehlenden bzw. unzureichenden Feuererfahrung. Fast
achtzig Prozent aller Brandursachen gehen von Kindern aus und dies obwohl Kinder selten
Brände mutwillig stiften. Die Ursache liegt vielmehr in Spielhandlungen und in der
bereits erwähnten fehlenden Feuererfahrung. Nur zu oft wurde schon aus einem harmlosen
Lagerfeuer ein Waldbrand. Kinder sind einfach nicht in der Lage gefährliche Situationen
richtig einschätzen zu können oder im Brandfall umsichtig zu reagieren.
Vorbild sein:
-
Seien sie selbst ein gutes Beispiel im Umgang mit Feuer oder
bei Vorsichtsmaßnahmen.
-
Lassen sie nie Streichhölzer und Feuerzeug achtlos
herumliegen.
-
Alle Feuerspender gehören an einen kindersicheren Platz.
-
Kaufen sie ihre Streichhölzer und Feuerzeuge selbst ein,
dann belasten sie auch nicht den Verkäufer mit der heiklen Entscheidung das gesetzliche
Verbot, Streichhölzer und Feuerzeuge an Kinder abzugeben, zu brechen.
-
Vertrauen sie Kindern niemals offenes Feuer oder Licht an.
-
Lassen sie Kinder niemals bei offenem Feuer, offenem Licht
oder mit Heizstrahlern und ähnlichen Gefahrenquellen unbeaufsichtigt alleine.
Warum
verursachen Kinder Brände?
Zunächst ist festzustellen, dass bei vielen Bränden die
durch Kinder verursacht wurden, kein Vorsatz gegeben war. Vielmehr konnten die Kinder die
Folgen ihres Spieles mit dem Feuer nicht richtig einschätzen. Die Kinder dürfen deshalb
nicht pauschal als "Brandstifter" bezeichnet werden. Denn oft wollten sie keine
Brände stiften, sondern habe diese durch ihre Unwissenheit verursacht und genau da wollen
wir mit der Brandschutzerziehung ansetzen, denn.....
"Haben sie
gewusst, dass über 30 % aller
Brandstiftungen durch Kinderhand entstehen?"
Wenn nicht, dann überlegen Sie doch einmal,
was die Ursache dafür sein könnte und wie wir gemeinsam dieser Entwicklung
entgegenwirken könnten! Zieht Sie zum Beispiel der Schein einer Kerze oder eines
flackernden Kaminfeuers nicht auch in seinen Bann? Dann verstehen Sie sicherlich auch,
dass es Kindern genauso ergeht. Sie können dann oftmals der Versuchung ein Feuer zu
entfachen, nur schwer widerstehen. Wir, die Erwachsenen, haben deshalb eine
besondere Verantwortung gegenüber den Kindern, nämlich durch Aufklärung der Versuchung
zum Zündeln entgegen zuwirken. Dazu gehört auch, dass wir die Kinder gar nicht erst in
Versuchung führen, zum Beispiel indem wir im Haushalt benötigte Zündmittel für Kinder
unerreichbar lagern. Oder gehören auch Sie zu denen, die ihre Zigarettenpackung und das
Feuerzeug sorglos auf dem Tisch liegen lassen? Denken Sie immer daran, was Kindern ihre
großen Vorbilder, die Erwachsenen, vormachen, wollen sie nachahmen. Das können sie um so
leichter tun, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu lässt. In einem unbeaufsichtigten
Augenblick zünden sie z. B. sorglos eine Kerze an, setzen eine Zigarette in Brand
oder bringen das Holz im Kamin zum Brennen. Das größte Problem dabei ist jedoch, die
Erwachsenen haben im Laufe ihres Lebens Erfahrungen gesammelt wie man das gefahrlos machen
kann und genau diese Erfahrungen fehlen den Kindern. Wenn nie mit ihnen darüber
gesprochen wurde, welche Gefahren von Feuer und Rauch ausgehen können, woher sollen die
Kinder diese dann kennen? Die Ursache für von Kindern verursachte
Schadensfeuer liegt also in Spielhandlungen bzw. im Nachahmungstrieb und in der fehlenden
Feuererfahrung. Nur zu oft wurde so schon aus einem harmlosen Lagerfeuer ein Waldbrand.
Denn Kinder sind einfach nicht in der Lage, gefährliche Situationen richtig einschätzen
zu können oder im Brandfall umsichtig zu reagieren. Das Verbote allein, nicht mit Zündmitteln zu
spielen, reichen jedoch nicht aus, sondern reizen meist nur zu dem noch viel
gefährlicheren "heimlichen Spiel" mit dem Feuer. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind
deshalb, dass es nur dann mit Zündmitteln umgehen darf, wenn Sie dabei sind. Zeigen Sie
Ihrem Kind, wie man ein Streichholz oder ein Feuerzeug gefahrlos anzündet. Lassen Sie
dann Ihr Kind z. B. die Geburtstagskerze, den Gartengrill, die Martinslampe, den
Adventskranz oder auch Ihre nächste Zigarette anzünden. Nur durch einen legalen Umgang mit Feuer
können Sie dem Entdeckungstrieb des Kindes entgegenwirken. Holen Sie sich bei dem
pädagogischen Personal in Kindergarten und Schule Informationen und Rat hierzu ein und
fragen Sie, was im Kindergarten oder in der Schule in diesem Bereich schon an
Aufklärungsarbeit geschehen ist.
Besonders wichtig ist
es jedoch selbst ein gutes Vorbild zu sein:
-
Lassen Sie nie Streichhölzer und Feuerzeug achtlos
herumliegen.
-
Lagern Sie alle Feuerspender an einem kindersicheren Platz.
-
Kaufen Sie Ihre Streichhölzer und Feuerzeuge selbst ein,
dann belasten Sie auch nicht den Verkäufer mit der heiklen Entscheidung das gesetzliche Verbot, Streichhölzer und
Feuerzeuge an Kinder abzugeben, zu brechen.
-
Vertrauen Sie Kindern niemals offenes Feuer oder Licht an.
-
Lassen Sie Kinder niemals bei offenem Feuer, offenem Licht
oder mit Heizstrahlern und ähnlichen Gefahrenquellen unbeaufsichtigt
alleine
Brandschutzerziehung
im Kindergarten Räuberhöhle
Gezieltes Gefahrentraining :
Nur eine frühzeitige und zeitgemäße
Brandschutzerziehung kann gegen Brände die von Kindern verursacht wurden Abhilfe
schaffen. Dabei ist es wichtig zu wissen, das kontrolliertes Üben besser ist, als strikte
Verbote, Abschrecken oder angst machen. Verbote erreichen meist nur den gegenteiligen
Effekt, denn sie wecken nicht nur die Neugier, sondern auch den Trotz der Kinder. Die
Konsequenz daraus ist, dass die Kinder dann in aller Heimlichkeit zündeln und gerade das
ist die größte Gefahr. Geben Sie nun Ihrem Kind auch die Gelegenheit, unter Ihrer
Aufsicht eine Kerze anzuzünden oder im Ofen, im Kamin bzw. im Gartengrill ein Feuer
in
Gang zu setzen. Denn ein fachmännisch entfachtes Lagerfeuer, zusammen mit den
Eltern,
verhindert heimliches Zündeln. Klären Sie Ihr Kind also so auf, dass es der Faszination
"Feuer" nicht heimlich nachgehen muss denn ....
....wer Bescheid
weiß, der spielt nicht mit dem
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